Interview aus dem PVH Magazin 3/2016: Daten müssen immer neuen Ansprüchen genügen

06.10.2016 | Dr. Georg Wittmann, Mittelstand 4.0-Agentur Handel

Produktdaten sind für Händler und Lieferanten heute Herausforderung und Chance. Dr. Georg Wittmann, Projektleiter der Mittelstand 4.0-Agentur Handel und Research Director bei ibi research an der Uni Regensburg, beschreibt im Interview, worauf sich der PVH einstellen muss. Sein Fazit: Nicht kurzfristig denken und handeln, sondern sich auf eine grundlegende Veränderung einstellen (PVH Magazin 3/2016).

PVH Magazin: Daten sind das Gold des digitalen Zeitalters – soweit nichts Neues. Wenn es um Privatpersonen geht, sind es die persönlichen Daten, beim Internet of Things die Sensordaten in einer vernetzten Maschinenwelt. Welche Rolle spielen aber heute Daten für den B2B-Handel, insbesondere den Produktionsverbindungshandel (PVH)?

Dr. Georg Wittmann: Produkt-, Kunden- oder auch Transaktionsdaten spielen im Handel, sowohl im B2C als auch im B2B, eine erfolgskritische Rolle. Immer wieder erleben wir, dass eine mangelnde Datenqualität Projekte verzögert und unnötige Investitionen mit sich bringt. Produktdaten werden heute an immer mehr Kundenkontaktpunkten benötigt – da ist Qualität Pflicht! Früher, als man die Daten für die Erstellung von zwei Katalogen im Jahr benötigte, war diese Situation noch handhabbar. Heute will man den Kunden in Echtzeit abholen und ihn bei seiner Customer Journey bestmöglich begleiten. Hierfür nötige Daten und Datenstrukturen sowie die entsprechende Verfügbarkeit an den Kundenkontaktpunkten sind unerlässlich. Denkt man etwas weiter in die Zukunft und betrachtet automatisierte Bestellabläufe bzw. Einkäufe im Kontext von Industrie 4.0, wo Maschinen Verbrauchsmaterialien selbst nachordern, müssen die Daten eine immer höhere Qualität aufweisen und immer neuen Ansprüchen genügen.

Das ganze Interview können Sie auch hier herunterladen.