Marktstudie über B2C- und B2B-Verkaufsplattformen veröffentlicht

Pressemitteilung | 27.06.2017

Das Internet ist heutzutage als Verkaufskanal nicht mehr wegzudenken. So wird der Verkauf über mehrere Vertriebskanäle immer bedeutender und auch Verkaufsplattformen bzw. Marktplätze stellen einen wichtigen Bestandteil der Präsenz im Online-Handel dar. Viele Unternehmen sowohl im B2C-, als auch im B2B-Bereich, nutzen diese bereits und können sich dadurch vom breiten Wettbewerb abheben. Die Mittelstand 4.0-Agentur Handel hat sich daher intensiv damit beschäftigt, die in Deutschland gängigsten Verkaufsplattformen zu untersuchen und ihre Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen aufzuzeigen. Um dabei die Ausführungen konkret an den Bedürfnissen der Unternehmen auszurichten, werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede explizit herausgestellt.

Unternehmen dürfen sich nicht mehr allein auf einen Verkaufskanal beschränken, es ist notwendig, über den Tellerrand zu schauen. Dies trifft unter anderem auf den Verkauf von Waren im Internet zu. Nur einen Online-Shop zu betreiben reicht häufig nicht mehr aus, denn ein beträchtlicher Anteil der Umsätze wird mittlerweile über Verkaufsplattformen generiert. Als Verkaufsplattformen bezeichnet man Internet-Marktplätze, auf denen Unternehmen und zum Teil auch private Verkäufer ihre Produkte einer großen Anzahl an potenziellen Kunden anbieten können. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) wurden im Jahr 2015 rund 25,6 Milliarden Euro über sie umgesetzt, bei einem Gesamtvolumen von 52,4 Millionen in der Branche.

Als Pioniere im B2C-Bereich gelten die Unternehmen Amazon und eBay. Durch seine breite Reichweite ist es mithilfe von Amazon möglich, zahlreiche Neukunden ohne explizite Akquise zu gewinnen. Weitere Vorteile liegen in der Möglichkeit, das Logistikzentrum von Amazon zu verwenden sowie über Schnittstellen Amazon mit dem eigenen IT-System zu verbinden und damit die Prozesse effizienter zu gestalten. eBay ermöglicht hingegen durch große Freiheitsgrade bei der Erstellung des Händlershops und beim Anlegen der Produkte eine Abhebung von der Konkurrenz. Bessere Auffindbarkeit des Unternehmens im Internet, stärkere Positionierung gegenüber dem Wettbewerb, gezielte Ansprache von Kundengruppen und somit Schaffen von Nachhaltigkeit beim Kunden sind hier die Folge. Zudem bietet eBay den Verkäufern mit Auktion, Festpreisangebot und Inseratformat unterschiedliche Einstellformate an.

Betrachtet man nun das B2B-Segment, dann sind besonders Alibaba, Amazon Business, mercateo und Toolineo hervorzuheben. Verkäufer aus dem asiatischem Raum und den Vereinigten Staaten sowie Käufer aus aller Welt treffen bei Alibaba aufeinander. Hier ist allerdings keine Erstellung eines eigenen Online-Shops möglich. Es wird lediglich die Anpassung der Unternehmensdetails und der Angebotsbeschreibungen gewährt. Ebenso wie bei Alibaba mit dem Statistik-Tool Biz-Trends, bietet auch Amazon Business, als kostenloses Zusatzprogramm für Geschäftskunden, die bereits auf Amazon verkaufen, ein Analyse-Tool zur Erfolgsauswertung an. Auch bei mercateo steht das Produkt im Vordergrund, nicht das Unternehmen. So wird pro Merkmalsausprägung nur ein Artikel auf der Übersichtsseite angezeigt. Hervorzuheben ist bei mercateo, dass die Hersteller oder Lieferanten ihre Produkte mittels eines Lieferanten- oder Exklusivkataloges, der zusätzlich kundenspezifische Kriterien beinhaltet, erfassen können. Als einzige der vorgestellten Verkaufsplattformen agiert Toolineo nur deutschlandweit. Dabei setzt die spezialisierte Plattform mit einem Fachhandel für Handwerksbedarf als Kernkompetenz auf ihre Beratungsleistung. Durch Kooperationen mit Fachhändlern im stationären Bereich wird der persönliche Aspekt des sonst anonymisierten Online-Geschäfts gewahrt.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Plattformen wie Nutzungsgrad, Nutzen für das eigene Unternehmen, mögliche Funktionen und Konfigurationen, vorhandene Kommunikationsmöglichkeiten, Datenspeicherung, Im- und Exportfunktionalitäten, Hilfestellungen zur Einführung und Bedienung sowie Kosten und Aufwand finden Sie in der Marktstudie. Das vollständige Dokument steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: http://handel-mittelstand.digital/publikationen/marktstudie-verkaufsplattformen

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin

Sabine Pur

ibi research
+49 (0) 941 943-1901
sabine.pur@ibi.de